Pfannen ohne PFAS – die richtige Wahl

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    In unseren Küchen haben das Kochgeschirr und die Utensilien, die wir täglich verwenden, einen direkten Einfluss auf unsere Gesundheit und die unserer Familie und natürlich auch auf die Umwelt. Deshalb ist es wichtig zu wissen: Hinter der praktischen Antihaftbeschichtung verbergen sich umstrittene chemische Substanzen: die PFAS

    Erfahren Sie, was Ewigkeitschemikalien sind und welche Auswirkungen sie auf unsere Gesundheit haben. Verstehen Sie endlich, warum die Entscheidung für eine PFAS-freie Pfanne zu einer wichtigen Frage für die Umwelt und unsere Gesundheit geworden ist. 

    Was sind PFAS, PFOA, PTFE, Ewigkeitschemikalien?

    Per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen, besser bekannt unter der Bezeichnung PFAS, sind eine große Familie von mehreren Tausend synthetischen chemischen Verbindungen. Sie werden seit den 1950er Jahren in der Industrie und im Konsumgüterbereich verwendet.

    Dank ihrer Antihaft-, wasserabweisenden und hitzebeständigen Eigenschaften haben diese Stoffe schnell einen festen Platz in unserem Alltag erobert. 

    Das Problem? Sie sind biologisch nicht abbaubar und reichern sich im Laufe der Zeit in unserem Körper an, sodass sie für zahlreiche Krankheiten verantwortlich sind.

    Definition von PFAS, PTFE und PFOA 

    Zur großen Familie der PFAS gehören insbesondere zwei Untergruppen: 

    • Nicht-Polymere: Zu diesen gehören vor allem die Perfluoroctansäure (PFOA) und die Perfluoroctansulfonsäure (PFOS). Sie sind nicht abbaubar und in der Umwelt und der Nahrungskette nachweisbar. In Deutschland ist PFOA seit 2020 und PFOS seit 2006 verboten.

    • Polymere: Unter ihnen ist PTFE (Polytetrafluorethylen), besser bekannt unter dem Namen Teflon®, das noch immer in vielen Pfannen und Kochutensilien zu finden ist.

    Warum nennt man sie Ewigkeitschemikalien?

    PFAS werden in der Umwelt kaum abgebaut. Sie sind von Menschen künstlich hergestellt worden und verbreiten sich nach ihrer Freisetzung über Wasser, Hausmüll und Industrieabgase und gelangen so in die Nahrungskette. Dort verbleiben sie über Jahrhunderte hinweg.

    PFAS: ihre Funktion in Antihaftbeschichtungen

    In der Küche werden PFAS hauptsächlich wegen ihrer Antihaft-Eigenschaften in Pfannen, Woks und Töpfen verwendet. Das am häufigsten verwendete PTFE wird in Beschichtungen verwendet, die ein Anbrennen verhindern. Bei Temperaturen über 260 °C kann es sich zersetzen und gesundheitsschädliche Gase freisetzen. Erhitzen Sie Ihre Pfannen daher nie leer, und lassen Sie Ihre Kochutensilien während des Kochens nicht in den Pfannen oder Töpfen liegen. 

    PFOA, das lange Zeit als Bestandteil von Beschichtungen für Pfannen und Töpfe verwendet wurde, ist seit Juli 2020 in der Europäischen Union verboten. Es ist krebserregend und hormonstörend und kann noch in alten Küchenutensilien oder in Produkten enthalten sein, die aus Ländern mit weniger strengen Vorschriften importiert wurden. Daher ist Vorsicht geboten!

    Wo sind PFAS enthalten?

    Sie sind nahezu unzerstörbar und in den meisten Alltagsprodukten enthalten. Da sie fast überall vorzufinden sind, ist es schwierig, eine Belastung durch PFAS zu vermeiden.

    Neben Pfannen und Küchenutensilien, sind PFAS auch in folgenden Dingen : 

    • Lebensmittelverpackungen

    • Wasserabweisende Kleidung

    • Kosmetika

    • Feuerlöschschaum

    Was sind die Gefahren von PFAS?

    Unsichtbare und andauernde Vergiftung

    Die Mikropartikel von PFAS sind geruchlos, farblos und in der Umwelt nicht abbaubar. Sie werden schleichend von uns Menschen aufgenommen, auch von Säuglingen, und können die Entwicklung von Föten beeinträchtigen. Dann verbleiben PFAS über Jahre hinweg im menschlichen Körper. Es gibt keine wirksame Behandlung, um sie wieder aus dem Körper zu entfernen. 

    Welche Risiken bergen PFAS für den Menschen?

    Kurzfristig sind die Auswirkungen von PFAS kaum spürbar. Das Einatmen von Dämpfen über einer beschädigten Pfanne kann jedoch grippeähnliche Symptome (Kopfschmerzen, Fieber, Schwindel, Gliederschmerzen usw.) hervorrufen.

    Die langfristigen Auswirkungen bereiten den Forschern die größten Sorgen. Eine wiederholte Exposition über mehrere Jahre hinweg kann eine Vielzahl von gesundheitsschädlichen Auswirkungen haben:

    • Störungen unseres Hormonsystems 

    • Fruchtbarkeitsstörungen bei Männern und Frauen, niedriges Geburtsgewicht des Kindes 

    • Beeinträchtigung des Immunsystems 

    • Erhöhter Cholesterinspiegel im Blut 

    • Erhöhtes Risiko für bestimmte Krebsarten, insbesondere Nieren- und Hodenkrebs 

    PFAS: verheerende Auswirkungen auf die Umwelt

    PFAS stellen eine große Gefahr für alle Ökosysteme dar. Sie können bereits weltweit im Wasser, in der Luft und im Boden nachgewiesen werden. Sie wurden sogar in den entlegensten Gebieten der Erde wie der Arktis gefunden.

    Die gesamte Nahrungskette ist für mehrere Jahrhunderte kontaminiert, was dies zu einem der größten Umweltprobleme unserer Zeit macht.

    Wo findet man PFAS in der Küche?

    Antihaftbeschichtete Pfannen und Töpfe: Warum verwenden Hersteller PFAS?

    PFAS wurden bereits in den 1950er Jahren von großen Pfannen- und Topfmarken auf den Markt gebracht.

    Zu dieser Zeit war das eine kleine Revolution in der Welt des Kochens. Die Antihaftbeschichtung ermöglichte das Kochen ohne Fett und antihaftbeschichtete Töpfe und Pfannen ließen sich im Handumdrehen reinigen. Es war nicht nur praktisch für der Benutzer, sondern auch kostengünstig in der Herstellung für die Industrie.

    Weitere Verwendungen von PFAS in der Küche

    Nicht nur die Beschichtungen von Pfannen und Töpfen sind kontaminiert. PFAS sind leider auch in anderen Dingen enthalten, beispielsweise in:

    • Plastikdosen und -folien zur Aufbewahrung von Lebensmitteln 

    • Einigen Silikonformen

    • Küchenutensilien und Schneidebretter aus Kunststoff 

    • Lebensmittelverpackungen, die fett- und wasserabweisend sind (Kartons, Fast-Food-Verpackungen usw.)

    Wie erkennt man, ob ein Gegenstand PFAS enthält?

    Leider wird diese Information nur sehr selten angegeben. So erkennen Sie einen Gegenstand, der PFAS enthält:

    • Gegenstände, die Teflon® enthalten oder mit einer Antihaftbeschichtung versehen sind

    • Gegenstände mit der Bezeichnung „PTFE

    • Sehr günstige Gegenstände ohne genaue Angaben zu ihrer Zusammensetzung 

    Wie wählt man PFAS-freie Küchenutensilien aus ?

    Transparenz ist bei der Auswahl sicherer Küchenutensilien von entscheidender Bedeutung. Entscheiden Sie sich für umweltbewusste Marken, die dies offen kommunizieren.

    Achten Sie besonders auf die Produktbeschreibung und die genauen und detaillierten Angaben der Materialien. Sie gehen auf Nummer sicher bei  Angaben wie „0 % PFAS“, „ohne chemische Beschichtung“, „Beschichtung ohne PTFE“ oder „ohne PFAS-Zusatz“.

    Wählen Sie nachhaltige und gesunde Materialien wie Gusseisen, Edelstahl, Keramik oder Borosilikatglas.

    Welche PFAS-freien Küchenutensilien sollte man wählen?

    Welche Alternativen gibt es zu PFAS-haltigen Antihaftbeschichtungen?

    Ihnen stehen mehrere Optionen zur Verfügung:

    • Edelstahl: sehr langlebig und widerstandsfähig, aber für Anfänger oft schwieriger zu verwenden

    • Gusseisen: langlebig und ideal für Schmorgerichte und andere Gerichte mit langen Garzeiten, auch wenn es aufgrund seines Gewichts schwierig zu handhaben ist

    • Keramikbeschichtungen: von Natur aus antihaftend und ungiftig, jedoch auch empfindlicher als Beschichtungen auf PTFE-Basis

    • Borosilikatglas: ideal für den Backofen oder zur Aufbewahrung von Lebensmitteln

    PFAS-freie Pfannen und Töpfe: eine gesunde und nachhaltige Lösung

    Wenn Sie sich für eine umweltfreundlichere Pfanne oder einen umweltfreundlicherem Topf entscheiden, schützen Sie Ihre Gesundheit durch eine geringere Belastung mit PFAS. Und natürlich produzieren Sie auch weniger Abfall, wenn Sie seltener neues Kochgeschirr kaufen. Eine gute Entscheidung für die Umwelt und Ihren Geldbeutel. 

    Entdecken Sie das Sortiment an Pfannen und Töpfen von Cookut, die garantiert frei von PFAS und umstrittenen Substanzen sind. 

    Der Unglaubliche Bräter von Cookut ohne PFAS

    Sie kochen gern mit einem Bräter? Dann ist der ultraleichte Unglaubliche Bräter, der personalisierbar ist, der richtige Partner für Sie. Er besteht aus recyceltem Metall und einer mineralischen Beschichtung, die garantiert PFAS-frei ist. Letztere wird einfach durch die Verglasung der Hauptbestandteile Sand (Kieselsäure) und Wasser bei hohen Temperaturen gewonnen. Ja, Sie haben richtig gehört: Dieser Bräter von Cookut enthält keine umstrittenen organischen Substanzen aus Erdöl!

    PFAS-freie Küchenutensilien aus Holz

    Die richtige Wahl Ihrea Kochgeschirrs ist wichtig, aber vergessen Sie auch Ihre Schöpflöffel und Pfannenwender nicht! Diese Accessoires sind manchmal von minderwertiger Qualität und können ebenfalls PFAS oder andere giftige Stoffe enthalten. 

    Holz ist nachhaltig und gesund und ein idealer Partner in einer Küche ohne giftige Gegenstände. Entdecken Sie passend zu Ihren Töpfen und Pfannen unsere Kochutensilien aus Holz oder Koch- und Schöpflöffel aus Holz!

    Wie kann man im Alltag ohne PFAS kochen?

    Labels und Zertifizierungen überprüfen

    Müssen Sie Ihre Pfannen und Töpfe erneuern? Aber fällt Ihnen die Auswahl angesichts der vielen Labels und Zertifizierungen auf dem Markt schwer? Hier sind einige Tipps, die Ihnen die Entscheidung erleichtern sollen: 

    • Die Angaben „PFAS-frei“, „PTFE-frei“ und „ohne Zusatz von PFAS“ sind am eindeutigsten.

    • GOTS- oder OEKO-TEX-Label für Tischdecken, Handtücher usw.…

    Küchenutensilien nach und nach ersetzen 

    Natürlich ist es sehr teuer, sich komplett neues Kochgeschirr anzuschaffen. Deshalb sollten Sie Dinge nach und nach ersetzen, wobei die Nutzungshäufigkeit und der Verschleißzustand zu berücksichtigen sind. Hier sind unsere Tipps für einen reibungslosen und einfachen Übergang in Ihrer Küche:

    • Ersetzen Sie zunächst Pfannen mit einer zerkratzten Antihaftbeschichtung, insbesondere wenn Sie diese am häufigsten verwenden und sie bereits mehrere Jahre alt sind. 

    • Ersetzen Sie Backformen aus Silikon durch Glasformen. 

    • Ersetzen Sie nach und nach Ihre Küchenhelfer aus Kunststoff (wie Schaber, Kochlöffel etc.) durch solche aus Holz.  

    Entsorgen Sie nach und nach alle Küchenutensilien und Geschirrteile, die Kunststoff enthalten. So sind Sie auf dem Weg zu einer natürlichen, ökologischen und garantiert 100 % PFAS-freien Küche!

    ➡️ Hier erfahren Sie noch mehr zu diesem Thema : Tipps für den Austausch von Pfannen und Töpfen!

    Loi 2025 : vers une interdiction totale des PFAS ?

    Neue EU-Regelung : Wann werden PFAS verboten?

    Am 7. Februar 2023 hat die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) ein Verbot von Herstellung, Verwendung und Inverkehrbringen, einschließlich Einfuhr, der PFAS vorgeschlagen und veröffentlicht. Ziel ist, die Freisetzung von PFAS in die Umwelt zu verringern. Mit einer Entscheidung der Europäischen Kommission rechnen Experten für das Jahr 2025.

    Aber wie schnell PFAS verboten werden, ist schwer zu sagen. Wenn wir jedoch unsere Konsumgewohnheiten ändern, zwingen wir die Industrie, sich an unsere Bedürfnisse anzupassen. Indem Sie sich für Unternehmen entscheiden, die transparent über die Zusammensetzung ihrer Produkte informieren, leisten Sie einen wichtigen Beitrag für künftige Generationen.

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